Ärztliche Laufbahn

Wie viele Ärztinnen und Ärzte gibt es in Deutschland?

Kurz gesagtZum 31.12.2025 waren bei den Landesärztekammern 593.331 Ärztinnen und Ärzte registriert, davon 446.120 berufstätig (plus 2,0 Prozent): 173.912 ambulant, 233.519 stationär, 12.050 bei Behörden und Körperschaften, 26.639 in sonstigen Bereichen. 225.397 der Berufstätigen sind Ärztinnen, 71.480 haben keine deutsche Staatsangehörigkeit, 23,4 Prozent sind 60 Jahre oder älter. Auf einen berufstätigen Arzt kommen 187,4 Einwohner (Bundesärztekammer, Ärztestatistik 2025).

Stand 07.10.2026 · 9 amtliche Quellen

Die Gesamtzahl: Ärztestatistik der Bundesärztekammer

Die Bundesärztekammer führt die Meldungen der 17 Landesärztekammern zusammen und veröffentlicht sie jährlich als Ärztestatistik. Zum 31.12.2025 waren „rund 593 000 Ärztinnen und Ärzte, inklusive derer ohne ärztliche Tätigkeit“ registriert, genau 593.331; die Zahl der Berufstätigen stieg „moderat um 2,0 Prozent auf rund 446 000“ (446.120). 147.211 Registrierte übten keine ärztliche Tätigkeit aus, darunter rund 106.000 im Ruhestand.

Berufstätige Ärztinnen und Ärzte seit 2000 (Bundesärztekammer, Tabelle 1)
JahrBerufstätigEinwohner je ArztAmbulantStationär
2000294.676279,2128.488139.477
2010333.599245,1141.461163.632
2020409.121203,3161.400211.904
2025446.120187,4173.912233.519

Wo Ärztinnen und Ärzte arbeiten

Berufstätige nach Tätigkeitsbereich zum 31.12.2025 (Bundesärztekammer)
TätigkeitsbereichAnzahlVeränderung zum Vorjahr
Ambulant173.912, davon 105.264 niedergelassen und 68.648 angestelltniedergelassen minus 1,3 Prozent, angestellt plus 6,7 Prozent
Stationär233.519, darunter 16.842 leitende Ärzteplus 2,4 Prozent
Behörden, Körperschaften u. a.12.050, darunter 3.893 in Gesundheitsämternplus 1,2 Prozent
Sonstige Bereiche26.639plus 1,3 Prozent

Im ambulanten Bereich verschiebt sich das Gewicht: „39 Prozent aller Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Versorgung“ arbeiten als Angestellte in Praxen oder MVZ, die Zahl der Angestellten stieg seit 2020 um 48 Prozent, die der Niedergelassenen sank in fünf Jahren um 8 Prozent (Bundesärztekammer). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung zählte zum 31.12.2025 191.875 Teilnehmer an der vertragsärztlichen Versorgung, davon 155.678 Ärztinnen und Ärzte und 36.197 Psychologische Psychotherapeuten; 122.903 nahmen mit eigener Zulassung teil, 58.877 als Angestellte. 55.778 Ärzte gehörten zur hausärztlichen Versorgung ohne Kinder- und Jugendmedizin. Das Durchschnittsalter aller Teilnehmer, Ärzte und Psychotherapeuten zusammen, lag bei 53,9 Jahren.

Frauen, Alter, Herkunft, Teilzeit

  • Ärztinnen: 225.397 der 446.120 Berufstätigen sind Frauen (Tabelle 3); unter den Berufstätigen ohne Gebietsbezeichnung, also überwiegend in Weiterbildung, sind es 78.296 von 133.476.
  • Alter: „Nahezu ein Viertel (23,4 Prozent) der berufstätigen Ärzteschaft hatte somit das 60. Lebensjahr erreicht“: 43.444 waren älter als 65, weitere 60.826 zwischen 60 und 65. Bei Praxisinhabern sind 44 Prozent über 60, beim ärztlichen Personal der Gesundheitsämter 33 Prozent.
  • Zuwanderung: Die Zahl zugewanderter Ärztinnen und Ärzte stieg um 5 Prozent auf 71.480; „16 Prozent aller berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland“ haben keine deutsche Staatsangehörigkeit. Größte Herkunftsländer: Syrien (7.959), Rumänien (4.617), Türkei (3.532), Russland (3.138), Österreich (3.076). Von den ausländischen Ärzten war 2024 knapp die Hälfte jünger als 35 Jahre, von den deutschen 18 Prozent. 2.234 Ärztinnen und Ärzte wanderten ab, darunter 1.236 deutsche.
  • Teilzeit: 2024 arbeiteten 28 Prozent in Teilzeit (2014: 15 Prozent); die durchschnittliche Wochenarbeitszeit lag bei 40,3 Stunden, 46,0 in Vollzeit und 25,6 in Teilzeit.
  • Nachwuchs: 2025 wurden erstmals 10.203 Ärztinnen und Ärzte mit deutscher und 5.448 mit ausländischer Staatsangehörigkeit registriert; die Kammern erteilten 16.195 Facharztanerkennungen (Tabelle 9).

Ärzte je Einwohner

Die Bundesärztekammer rechnet die Arztdichte als Einwohner je berufstätigem Arzt: 187,4 zum 31.12.2025, nach 192,2 im Vorjahr und 279,2 im Jahr 2000 (Tabelle 1). Das Statistische Bundesamt zählt nur Ärztinnen und Ärzte, die „behandelnd und damit im direkten Patientenkontakt tätig“ sind: 2020 „kamen somit 4,5 Ärztinnen und Ärzte auf je 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner“, 2019 waren es 4,4.

Für die hausärztliche Versorgung meldet Destatis auf Basis der Ärztestatistik: 2024 versorgte eine Hausärztin oder ein Hausarzt rechnerisch 1.264 Einwohnerinnen und Einwohner (2014: 1.266), in Brandenburg 1.436, in Bremen 1.369, in Niedersachsen 1.356, in Bayern 1.114. Von rund 66.100 Hausärztinnen und Hausärzten waren 40,8 Prozent 60 Jahre oder älter und 7,7 Prozent jünger als 40.

Ärztemangel: was die amtlichen Stellen sagen

Die Statistik zeigt mehr Köpfe und zugleich weniger Zeit. Die Bundesärztekammer verbindet die Zahlen mit dem Ziel, den „zunehmenden Ärztemangel in einigen Fachgebieten und in einigen vorwiegend ländlichen Regionen einzudämmen“, und warnt, „dass sich das Tempo bei den Praxisschließungen beschleunigt, weil keine Nachfolge zur Verfügung steht“. Die KBV meldet für 2025 trotz 2.324 zusätzlicher Teilnehmer nur „ein leichtes Plus der vertragsärztlichen Kapazitäten von 0,1 Prozent“, weil mehr als 70.000 in Teilzeit arbeiten; „etwa 5.000 Hausarztsitze“ seien unbesetzt, in den kommenden 20 Jahren verließen „etwa 25.000 in Vollzeit tätige Ärztinnen und Ärzte die ambulante Versorgung“, zu ersetzen auf Teilzeitbasis durch „rund 50.000 Ärztinnen und Ärzte“.

Ob eine Region unterversorgt ist, stellt nicht die Statistik fest, sondern der Landesausschuss nach der Bedarfsplanungs-Richtlinie des G-BA: Unterversorgung ist anzunehmen, „wenn der Versorgungsgrad in einem Planungsbereich unter 75 Prozent im hausärztlichen Bereich oder unter 50 Prozent im fachärztlichen Bereich liegt“; ab 110 Prozent ist ein Planungsbereich für weitere Niederlassungen gesperrt (KBV, G-BA). Die hausärztliche Planung umfasst 883 Planungsbereiche. Welche Stellen Kliniken und Praxen derzeit ausschreiben, zeigt die Übersicht Arztstellen nach Fachrichtung, Region und Karrierestufe.

Häufige Fragen

Wie viele Fachärzte gibt es?

Die Statistik weist Gebietsbezeichnungen aus: Von 446.120 Berufstätigen hatten 133.476 keine Gebietsbezeichnung. Die größten Gebiete sind Innere Medizin (64.884), Allgemeinmedizin (45.915), Chirurgie (42.477) und Anästhesiologie (28.832) (Abbildung 3).

Gibt es zu viele oder zu wenige Ärzte?

Je nach Region und Fach beides: Die Bedarfsplanung kennt gesperrte Planungsbereiche ab 110 Prozent Versorgungsgrad und zugleich nach KBV rund 5.000 unbesetzte Hausarztsitze. Die Zahl der Köpfe steigt, die Kapazität wegen Teilzeit kaum.

Welchen Stichtag haben die Zahlen?

Beide Statistiken haben den Stichtag 31. Dezember; die KBV veröffentlichte die Zahlen für 2025 am 12. März 2026, die Bundesärztekammer führt sie unter der Jahreszahl 2025.

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Verwandte Fragen

BegriffeÄrztekammerKassenärztliche VereinigungVertragsarzt / KassensitzNiederlassungHausarztMedizinisches VersorgungszentrumSektorentrennung

Quellen

Amtliche und tarifliche Veröffentlichungen, auf denen diese Antwort beruht, mit dem Datum des Abrufs.

  1. Ergebnisse der Ärztestatistik zum 31.12.2025, Bundesärztekammer, abgerufen am 07.10.2026.
  2. Ärztestatistik 2025: Diagramme und Tabellen (Tabellen 1, 2, 3, 5, 9 und 11, Abbildung 3), Bundesärztekammer, abgerufen am 07.10.2026.
  3. Statistische Informationen aus dem Bundesarztregister, Bundesgebiet insgesamt, Stand 31.12.2025, Tabelle 1, Kassenärztliche Bundesvereinigung, abgerufen am 07.10.2026.
  4. Kritischer Trend setzt sich fort: mehr Ärzte und trotzdem weniger Zeit (Pressemitteilung vom 12.03.2026), Kassenärztliche Bundesvereinigung, abgerufen am 07.10.2026.
  5. Fachgruppe und Schwerpunkt: Mehr Ärztinnen und Ärzte, aber kürzere Arbeitszeiten (Zahlen und Fakten, Stand 31.12.2025), Kassenärztliche Bundesvereinigung, abgerufen am 07.10.2026.
  6. Auf einen Hausarzt oder eine Hausärztin kommen im Schnitt 1 264 Einwohnerinnen und Einwohner (Pressemitteilung Nr. N046 vom 1. September 2025), Statistisches Bundesamt (Destatis), abgerufen am 07.10.2026.
  7. KORREKTUR: Ärztedichte 2020: 4,5 Ärztinnen und Ärzte je 1 000 Personen in Deutschland (Pressemitteilung Nr. 304 vom 28. Juni 2021), Statistisches Bundesamt (Destatis), abgerufen am 07.10.2026.
  8. Bedarfsplanung (Dossier Sicherstellung), Kassenärztliche Bundesvereinigung, abgerufen am 07.10.2026.
  9. Bedarfsplanung für die vertragsärztliche Versorgung (Bedarfsplanungs-Richtlinie), Gemeinsamer Bundesausschuss, abgerufen am 07.10.2026.

Diese Seite fasst die genannten Veröffentlichungen zusammen; verbindlich ist die Auskunft der zuständigen Ärztekammer, Behörde oder Tarifpartei. Erstveröffentlicht am 01.10.2026, zuletzt geprüft am 07.10.2026.